Sommer der Seele

Warum auch der Mensch Zeiten zum Aufatmen braucht

Der Sommer hat einen eigenen Klang. Kinder lachen länger draußen. Die Berge stehen klar am Horizont. Abends wird es später dunkel. Viele fahren weg, andere bleiben daheim und genießen einfach ruhigere Tage. Alles wirkt ein wenig leichter.

Und vielleicht spüren wir gerade in dieser Zeit etwas, das im Alltag oft verloren geht: Der Mensch lebt nicht nur von Terminen, Leistung und Funktionieren. Auch die Seele braucht Luft zum Atmen.

Viele Menschen sind müde geworden. Nicht nur körperlich. Innerlich. Der Druck ist groß. Die Nachrichten machen Sorgen. Der Alltag ist oft voll bis an den Rand. Man hetzt von Aufgabe zu Aufgabe und merkt irgendwann: Ich komme selbst kaum mehr mit.

Da tut der Sommer gut. Nicht weil plötzlich alle Probleme verschwinden. Aber weil diese Wochen uns erinnern: Das Leben ist mehr.

Jesus sagt einmal: „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch Ruhe verschaffen.“ Wie aktuell diese Worte heute sind. Ruhe meint dabei nicht bloß Nichtstun. Es geht um etwas Tieferes. Um das Aufatmen der Seele. Um Augenblicke, in denen ein Mensch wieder spürt: Ich muss nicht alles tragen. Ich darf einfach sein.

Vielleicht geschieht das beim Wandern in unseren Bergen. Vielleicht beim stillen Sitzen auf einer Bank. Beim Klang der Kirchenglocken an einem Sommerabend. Beim Gespräch mit Menschen, für die sonst zu wenig Zeit bleibt. Oder einfach beim Blick in einen sternklaren Himmel.

Gerade der Sommer kann uns neu zeigen, wie wertvoll solche einfachen Momente sind. Wir müssen nicht ständig erreichbar sein. Nicht alles perfekt machen. Nicht pausenlos funktionieren. Selbst Jesus hat sich immer wieder zurückgezogen. Er kannte die Stille. Das Gebet. Die Rast.

Vielleicht ist das eine der wichtigsten Botschaften dieser Sommerzeit: Der Mensch ist keine Maschine. Und vielleicht dürfen wir uns gerade jetzt neu fragen: Was tut meiner Seele gut? Was schenkt mir Frieden? Wo spüre ich Gottes Nähe?

Manchmal sind es die kleinen Dinge, in denen Gott uns begegnet: ein freundliches Wort, das Lachen eines Kindes, eine Kerze in der Kirche, der Duft von Heu, ein stilles Gebet am Abend.

Der Sommer lädt uns ein, langsamer zu werden. Menschlicher. Dankbarer. Offener für das, was wirklich zählt.

Ich wünsche Euch und Euren Familien Wochen mit Licht, mit guten Begegnungen und mit Augenblicken echter Ruhe. Möge Gott Euch Zeiten schenken, in denen nicht nur der Körper, sondern auch die Seele aufatmen kann.

Ich wünsche Euch allen einen gesegneten Sommer!

Euer Dekan Franz Angermayer 

 

 

 

 

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Ein besonderes Augenmerk gilt der spätgotischen Hallenkirche Mariä Himmelfahrt. Ein eindrucksvolles Werk aus dem 15. Jhd.; mit dem höchsten Kirchturm Tirols (84,5m) und Fresken an den Außenwänden.

 

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Imst - Stadt der Brunnen

Lange Zeit waren die Brunnen Trinkwasserquellen, aber auch Orte der Kommunikation und Gemeinschaft. Im Bemühen, die Innenstadt zu beleben, besann man sich auf die vorhandene Substanz und die gegebenen Ressourcen und versuchte durch Neugestaltung der Brunnenplätze die öffentlichen Räume attraktiver zu gestalten und wieder zu kommunikativen Zentren werden zu lassen. Gleichzeitig wollte man einem neuen Bewusstsein gerecht werden, was die Bedeutung des Wassers als „lebenspendendes Element“ und den notwendig sorgsamen Umgang mit Wasser angeht. So entstand die Idee eines Rundgangs, der die Brunnen als Charakteristikum des Stadtbildes besonders betont und die Brunnenplätze als Erholungs- und Verweilbereich für Gäste und Einheimische definiert. Broschüre

 

Das Ostergrab in der Pestkapelle in Imst

Im 17 Jahrhundert entsteht eine kulturhistorische Besonderheit – das Ostergrab. Damit soll während der Osterzeit das wichtigste Ereignis des christlichen Glaubens anschaulich gemacht werden – die Auferstehung Jesu Christi.

Das Ostergrab in der Pestkapelle in Imst zählt zu den bekannteren Ostergräbern.

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