Kalvarienberg - "Das Imster Bergl"

Wer kennt es nicht, unser weitum berühmtes „Bergl“, den Imster Kalvarienberg? Mitten in der Stadt gelegen, umrahmt von zwei tosenden Wildbächen, sagenumworbener Standort von uralten Kultstätten, Zentrum religiösen Lebens und Brauchtums in der Karwoche und darüber hinaus. Niemand, weder Einheimischer noch Gast, sollte es verabsäumen, den Fußmarsch über das Bergl mit den Stationen eines Kreuzweges auf sich zu nehmen, er wird nicht nur durch die reiz- und kunstvollen Kapellen und Bildstöcke belohnt, welche die Stationen bilden und zum Verweilen einladen.

Die Imster haben einen Schatz schreibt Bischof Dr. Reinhold Stecher:

Das älteste Christusmonogramm von Tirol. Das griechische R kombiniert mit dem Kreuz. Dieser Stein hat Jahrtausende überstanden, auch die Zerstörung der ersten Kirche, die auf dem Bergl stand. Und das sagt der stumme Stein von der Laurentiuskirche: Dieser Jesus Christus lebt durch die Jahrtausende - lass mich im Glauben nicht drausbringen und verwirren: Unser Erlöser lebt!

In der Karwoche strahlt das Bergl, wenn ganz Imst den Kreuzweg beschreitet, eine besondere Faszination aus, die es wert ist, miterlebt zu werden. Die Zeitspanne vom Palmsonntag bis Karfreitag bildet den Kernbereich des religiösen Brauchtums in Imst. Den Beginn markiert der Palmsonntag. Nach dem Gottesdienst geht man übers Bergl. Mit Palmsträußen, Ölzweigen und Palmlatten von normaler Größe wird die Pestkapelle erreicht. Hier segnet der Pfarrer die Palmlatten. Wohl einzigartig und eine Besonderheit sind die langen Palmlatten. Diese werden von Gruppen zusammengebaut und erreichen eine Länge von 30 bis 35 Metern. Wegen der Größe können diese jedoch bei der Prozession nicht mitgetragen werden! Foto: Imst Tourismus

Fastenkrippe der Krippenakademie Tarrenz

 

Der Weg übers Bergl ist ein beliebter Brauch in der Karwoche. Als Ausgangspunkt dient die Johanneskirche und dort befindet sich seit 2017 die Fastenkrippe. Auf den rund 12qm Fläche ist in 13 Stationen der Leidensweg Jesu Christi detailgetreu nachgestellt. Über 100 Figuren als Sonderanfertigung aus Gröden in Südtirol zieren die Krippe und wurden speziell an die Gegebenheiten der Architektur angepasst. Das besondere ist, dass der Betrachter sich rund um die Krippe bewegen kann und Texte zu den einzelnen Stationen gesprochen werden. Die Osterkrippe ist jedes Jahr ab Aschermittwoch zu sehen. Nähere Infos: Krippenakademie Tarrenz, Hanspeter Aschaber, Tel. 0650/4253135

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